Debian 5.0 - Codename "Lenny" - VMware Server


VMware Server 2 Installation:


  • Grundinstallation:

    Da bei der Installation des VMware Server einige Bestandteile passend zu unserer Installation kompiliert werden müssen, schaffen wir erst mal die Vorraussetzungen dafür.

    Benötigt werden dafür wie fast bei jedem selber zu üersetzendem Programm immer erst mal die so genannten "Linux-Headers", die wir mit folgendem Befehl installieren:
    Konsole
    apt-get install linux-headers-$(uname -r)
    i386: 0 Dateien, 0 MB Download, 0 MB Installiert.
    amd64: 9 Dateien, 13,6 MB Download, 65,2 MB Installiert.

    Der Befehl "uname -r" sorgt hierbei dafür, dass die richtige Version der Kernel-Headers installiert wird, also die Version die zu unserem installierten Kernel passt.
    Alternativ könnte man auch erst manuell ein "uname -r" ausführen, und dann anschließend die passenden Kernel-Headers mit
    Konsole
    apt-get install linux-headers-2.6.26-2-amd64
    installieren. Aber bei der ersten Variante spart man sich etwas Arbeit.

    Des Weiteren brauchen wir natürlich auch die Programme bzw. Tools zum übersetzen an sich, wie z.B. den Compiler etc.
    Konsole
    apt-get install gcc make
    i386: 0 Dateien, 0 MB Download, 0 MB Installiert.
    amd64: 8 Dateien, 6960 KB Download, 15,2 MB Installiert.

    Damit der Befehl "killall" gefunden werden kann richten wir nun noch einen Link auf "killall5" ein:
    Konsole
    ln -s /sbin/killall5 /sbin/killall
    Alternativ kann man auch das Paket "psmisc" installieren, das noch weitere Tools beinhaltet, die hier aber nicht benötigt werden.

    Damit sind die Voraussetzungen geschaffen, um VMware Server 2 zu installieren.
  • VMware Benutzer anlegen:

    Als nächstes richten wir einen zusätzlichen Benutzer ein, der später zur Administration des VMware Server dienen soll.
    Dazu benötigen wir die Befehle "useradd" und "passwd".

    Mit
    Konsole
    useradd Username
    legen wir einen neuen Benutzer "Username" an, und mit
    Konsole
    passwd Username
    setzen wir für den neuen Benutzer "Username" noch ein Passwort.
  • VMware Server Installieren:

    Zum Installieren des VMware Servers brauchen wir erst mal die passende Version. Zur Auswahl stehen
    • VMware-server-2.0.1-156745.x86_64.tar.gz (457.599.901 Bytes)
    Diese können wir uns von der VMware Webseite runterladen.
    Dann wechseln wir in den Ordner "/usr/src", entpacken die Datei und wechseln in den VMware Ordner dort.
    Konsole
    cd /usr/src/
    tar -xfz /pfad_zur_datei/VMware-server-2.0.1-156745.x86_64.tar.gz
    cd vmware-server-distrib
    Da der Kernel statt mit dem aktuell ausgelieferten "gcc-4.3.2" mit der älteren Version "gcc-4.1.3" kompiliert wurde, müssen wir nun für die Installation Angeben, welche Version von gcc verwendet werden soll. Dies machen wir mit dem Befehl
    Konsole
    export CC=/usr/bin/gcc-4.1
    Theoretisch könnten wir nun die Installation mit dem Befehl
    Konsole
    ./vmware-install.pl
    starten. Leider macht es uns VMware nicht einfach. Es würde dann während der Installation zu folgendem Fehler beim kompilieren der Vsock Komponente kommen:
    Konsole
    None of the pre-built vsock modules for VMware Server is suitable for your
    running kernel. Do you want this program to try to build the vsock module for
    your system (you need to have a C compiler installed on your system)? [yes]

    Extracting the sources of the vsock module.

    Building the vsock module.

    Using 2.6.x kernel build system.
    make: Entering directory `/tmp/vmware-config1/vsock-only'
    make -C /lib/modules/2.6.26-2-amd64/build/include/.. SUBDIRS=$PWD SRCROOT=$PWD/. modules
    make[1]: Entering directory `/usr/src/linux-headers-2.6.26-2-amd64'
      CC [M] /tmp/vmware-config1/vsock-only/linux/af_vsock.o
      CC [M] /tmp/vmware-config1/vsock-only/linux/driverLog.o
      CC [M] /tmp/vmware-config1/vsock-only/linux/util.o
      CC [M] /tmp/vmware-config1/vsock-only/linux/vsockAddr.o
      LD [M] /tmp/vmware-config1/vsock-only/vsock.o
      Building modules, stage 2.
      MODPOST 1 modules
    WARNING: "VMCIDatagram_CreateHnd" [/tmp/vmware-config1/vsock-only/vsock.ko] undefined!
    WARNING: "VMCIDatagram_DestroyHnd" [/tmp/vmware-config1/vsock-only/vsock.ko] undefined!
    WARNING: "VMCI_GetContextID" [/tmp/vmware-config1/vsock-only/vsock.ko] undefined!
    WARNING: "VMCIDatagram_Send" [/tmp/vmware-config1/vsock-only/vsock.ko] undefined!
      CC /tmp/vmware-config1/vsock-only/vsock.mod.o
      LD [M] /tmp/vmware-config1/vsock-only/vsock.ko
    make[1]: Leaving directory `/usr/src/linux-headers-2.6.26-2-amd64'
    cp -f vsock.ko ./../vsock.o
    make: Leaving directory `/tmp/vmware-config1/vsock-only'
    Unable to make a vsock module that can be loaded in the running kernel:
    insmod: error inserting '/tmp/vmware-config1/vsock.o': -1 Unknown symbol in module
    There is probably a slight difference in the kernel configuration between the
    set of C header files you specified and your running kernel. You may want to
    rebuild a kernel based on that directory, or specify another directory.

    The VM communication interface socket family is used in conjunction with the VM
    communication interface to provide a new communication path among guests and
    host. The rest of this software provided by VMware Server is designed to work
    independently of this feature. If you wish to have the VSOCK feature you can
    install the driver by running vmware-config.pl again after making sure that
    gcc, binutils, make and the kernel sources for your running kernel are
    installed on your machine. These packages are available on your distribution's
    installation CD.
    [ Press the Enter key to continue.]
    Um dieses Problem zu umgehen muss die Datei "vmware-config.pl" ein wenig angepasst werden. Dazu dient die Datei "vmware-config.pl.patch" die hier herunter geladen werden kann (Rechtsklick -> Ziel speichern unter). Um diese anzuwenden brauchen wir das Programm "patch" welches wir mit dem Befehl
    Konsole
    apt-get install patch
    installieren. Danach können wir den Patch anwenden. Je nachdem zu welchem Zeitpunkt wir das tun, befindet sich die "vmware-config.pl" an unterschiedlicher Stelle.

    Wenden wir den Patch direkt nach dem entpacken der Sourcen und bevor wir die Datei "vmware-install.pl" starten an, müssen wir die "vmware-config.pl" unter "/usr/src/vmware-server-distrib/bin/" patchen.
    Müssen wir den Patch hingegen auf eine bereits gescheiterten Installationsversuch anwenden, befindet sich die Datei unter "/usr/bin/". Der passende Befehl lautet dann entsprechend
    Konsole
    patch /usr/src/vmware-server-distrib/bin/vmware-config.pl /pfad_zur_datei/vmware-config.pl.patch
    oder
    Konsole
    patch /usr/bin/vmware-config.pl /pfad_zur_datei/vmware-config.pl.patch
    Jetzt kann die Installation des VMware Server mit dem Befehl
    Konsole
    ./vmware-install.pl
    gestartet werden. Sollte man sich nicht bzw. nicht mehr im Verzeichnis "/usr/src/vmware-server-distrib/" befinden, muss man mit dem Befehl "cd /usr/src/vmware-server-distrib/" eben dorthin wechseln.

    Die meisten Fragen während des Setups zu
    • an welchem path bestimmte Programmteile installiert werden sollen
    • wo sich der C-Compiler befindet
    • wo sich die Kernel-Header befinden
    etc. haben eine Standard-Antwort, diese können alle auf Standard belassen und mit der Eingabetaste bestätigen werden.
    Das Lesen der Lizenzbedingungen (End User License Agreement) können wir mit der "q" Taste abbrechen, danach müssen diese noch mit dem eintippen von "yes" bestätigt werden.
    Daraufhin startet die Kompilierung für die Kernel-Module, gefolgt von der Installation.
    Nun werden noch ein paar Fragen über die zu installierenden Netzwerkadapter gestellt (Brige, NAT, Host-only).
    Diese können auch auf Standart gelassen werden, außer man möchte dort eine andere Auswahl bzw. bestimmte teile auslassen.

    Danach werden wir gefragt, ob wir einen speziellen Administrator für VMWare Server festlegen möchten. Diese Frage mit "yes" beantworten, um den zuvor angelegten Benutzer als Administrator festzulegen.
    Zum Schluss muss noch die Seriennummer eingegeben werden, daraufhin startete der VMWare Server von selbst.

    Damit ist die Installation des VMWare Servers abgeschlossen.

    Die Oberfläche des VMware Servers kann nun über einen Browser aufgerufen werden.

    Die Adresse lautet
    • http://ip_des_servers:8222

    bzw.

    • https://ip_des_servers:8333
    je nachdem ob wir eine verschlüsselte oder unverschlüsselte Verbindung aufbauen wollen.
    Hier können wir dann VMs neu Anlegen, Starten, Herunterfahren, Installieren, Hardware Änderungen durchführen etc.