Debian 4.0 - Codename "Etch" - Konfiguration


Konfiguration des Grundsystemes:


  • Dateisystem Manager "mc":


    Mit dem Dateisystem Manager "mc" können wir ähnlich dem bekannten nc (Norton-Commander) von MS-DOS auch bequem und einfach durch das Dateisystem von Linux wandern, Dateien kopieren, bearbeiten, umbenennen etc.

    Installiert wird dieser über.
    Konsole
    apt-get install mc

  • Auflösung in der Konsole ändern:


    Um die Bildschirmauflösung in der Konsole zu ändern, muss die Konfiguration des Grub Bootmanagers ein wenig angepasst werden.

    Dazu ist die Datei "menu.lst" entsprechend anzupassen.
    Konsole
    mcedit /boot/grub/menu.lst
    Weiter unten in der Datei finden wir die Einträge, welche den Kernel mit der jeweiligen gewünschten Konfiguration laden.

    Diese könnten so aussehen:
    mcedit
    title	Debian GNU/Linux, kernel 2.6.18-5-amd64
    root	(hd0,0)
    kernel	/boot/vmlinuz-2.6.18-5-amd64 root=/dev/hda1 ro vga=771
    initrd	/boot/initrd.img-2.6.18-5-amd64
    savedefault
    Interessant ist der Eintrag vga=771 der wie folgt eingestellt werden kann:

    Farben 640x480 800x600 1024x768 1280x1024 1600x1200
    256 769 771 773 775 796
    32.768 784 787 790 793 797
    65.536 785 788 791 794 798
    16.8M 786 789 792 795 799

    Hiermit legen wir in der Konsole die gewünschte Auflösung und Farbtiefe fest. Es ist darauf zu achten, das nicht jede Auflösung auf jedem PC und mit jeder Grafikkarte funktioniert. Im Zweifel ist es sinnvoll, die vorhandene Konfiguration einfach zu kopieren, und somit einen neuen Eintrag in Grub anzulegen, damit man bei Problemen wieder mit der Funktionierenden Konfiguration booten kann.

  • Energiesparmodus aktivieren:


    Zum aktivieren der Energiesparfunktionen gibt es zwei Möglichkeiten.

    Zum einen können wir erst mal mittels "modprobe" versuchsweise das passende Modul z.b. powernow-k8 laden.
    Konsole
    modprobe powernow-k8
    Wenn wir das passende Modul gefunden haben, können wir dieses in der Datei "/etc/modules" eintragen.
    Konsole
    mcedit /etc/modules
    mcedit
    loop
    powernow-k8
    Möchte man die Module etwas komfortabler verwalten, kann dies mittels "modconf" erledigt werden.
    Konsole
    apt-get install modconf
    "modconf" starten, und in folgende bereiche wechseln:

    Bei einem Athlon 64 / 64 x2

    kernel/arch/x86_64/kernel/cpufreq

    das Modul "powernow-k8" auswählen und in den Kernel installieren lassen.

    Danach noch den "powernowd" Dämon installieren
    Konsole
    apt-get install powernowd
    und schon wird die CPU brav in den Stromsparmodus geschickt, wenn diese nicht mehr gebraucht wird.

    überprüfen kann man das ganze mittels
    Konsole
    cat /proc/cpuinfo

  • SSH Server aktivieren:


    Damit wir auch remote auf unsere Installation zugreifen können, ist es sinnvoll uns einen SSH Zugang einzurichten. Dazu dient der OpenSSH Server.
    Konsole
    apt-get install openssh-server
    Nach der Installation sollte der Zugang dann auch noch abgesichert werden. Als erstes sperren wir also den Zugang für den User "root". Dazu öffnen wir erstmal die Konfigurationsdatei des SSH Servers.
    Konsole
    mcedit /etc/ssh/sshd_config
    Dann suchen wir die Zeile "PermitRootLogin" und ändern diese wie folgt ab.
    mcedit
    PermitRootLogin no
    In der gleichen Datei kann auch der Port des SSH Server auf einen anderen Port umgelegt werden, damit Angriffe auf den Server erschwert werden.

    Es ist auch sinnvoll nur bestimmten Usern zugriff per SSH zu gewähren. Dazu muss nur der Eintrag "AllowUsers" hinzugefügt und entsprechend ergänzt werden. Das könnte dann so aussehen:
    mcedit
    # Authentication:
    AllowUsers User1 User2
    LoginGraceTime 120
    PermitRootLogin no
    StrictModes yes
    Wobei "User1" und "User2" die von uns gewünschten Benutzer sind. Danach kann dann per "su" in den "root" Account gewechselt werden, falls das nötig ist.